Über mich

Fotografische Autobiografie

Mit analoger Fotografie habe ich nur wenige Erfahrungen gesammelt, hauptsächlich durch Urlaubs- und Familienfotos.

2003 habe ich meinen ersten digitalen Foto erworben, einen RICOH Caplio G3 mit 3 Megapixel, optischem Dreifachzoom und einem Minidisplay, eben ein erster Anfang. Den Foto habe ich schon etwas häufiger benutztals seinen analogen Vorgänger und natürlich viel mehr Bilder gemacht.

Die Entwicklung der digitalen Fotos ging bekanntermaßen schnell voran und so kaufte ich mir 2007 einen Canon Powershot 710 IS. 7 Megapixel, ein optischer Sechsfachzoom und ein vernünftiges Display waren schon eine vernünftige Basis für schöne Fotos. Und einen Vorteil, den ich bald schätzen lernte, hatte der 710 IS – alle gängigen Handfunktionen waren vorhanden. Um meine Kenntnisse zu erweitern erwarb ich das Buch „Die große Fotoschule Digitale Fotografie“ von Martin Zurmühle, erschienen im DATA BECKER Verlag. Das Buch fand ich super interessant, eine gelungene Abhandlung rund um die digitale Fotografie, in dem ich auch heute noch manchmal etwas nachschlage. Ich war nun häufig damit beschäftigt das Gelesene auch anzuwenden. Mir gelangen damit schon deutlich bessere Bilder. Das Thema Fotografie erlangte einen deutlich größeren Stellenwert in meinem Leben. Aus gelegentlicher Beschäftigung damit wurde ein echtes Hobby.

Bald schon dachte ich immer öfter darüber nach, mir eine DSLR zuzulegen, um meine Möglichkeiten zu erweitern. Zunächst waren da noch Bedenken, ob ich die Kamera wegen des größeren Gewichtes auch weiterhin so häufig nutzen würde. 2008 entschied ich mich dann nach diversen Recherchen in Zeitschriften und im Internet zum Kauf einer Canon EOS 450D zusammen mit einem Objekt 18 – 200 / 3,5 – 6,3 DC OS von Sigma. Das Standard-Kitobjektiv 18 – 55 von Canon erschien mir nicht interessant, da ich ja bisher schon einen Foto mit Sechsfachzoom besaß. Außerdem dachte ich damals, dass mir damit ein Objektivwechsel weitestgehend ersparen bliebe und damit auch die Verschmutzungsgefahr des Sensors. Das Sigma 18 – 200 ist sicher als Allround-Objektiv auch ganz OK. Bei dem einen Objektiv sollte es aber nicht bleiben. Wegen meinem Interesse an der Makrofotografie schaffte ich mir 2009 eine Festbrennweite Sigma 70 / 2,8 an. Das war natürlich eine ganz andere Sache als z.B. Makros mit dem Powershot 710 IS machen. Der Makromodus einer DSLR ist doch deutlich feinfühliger als der einer Kompaktkamera. Mit dem Objektiv nehme ich vorwiegend Pflanzen oder sonstige leblose Makros auf.

Für Tiermakros kommt man mit der 70mm Brennweite in der Regel in den Bereich der Fluchtdistanz. Da ist ein 150 mm Makroobjektiv besser geeignet. Ich besitze zu dem Zweck das 150 / 2,8 von Sigma. Wer sich für das Thema Makrofotografie näher interessiert, dem kann ich das Buch „Makro- und Nahfotografie Der Meisterkurs“ von Michael Gradias, erschienen im Verlag Markt + Technik, empfehlen. Außerdem habe ich auf der Seite „Schöner Fotografieren“ von Andreas Hurni (www.andreashurni.ch) viel Interessantes zu dem Thema und zur Fotografie insgesamt gelernt.

Zwei weitere Objektive runden mein Equipment ab. Für Landschaftsaufnahmen benutze ich gern ein Weitwinkel-Zoomobjektiv SP10 – 24 Di II / 3,5 – 4,5 von Tamron. Damit lassen sich z.B. Wolken in einem Bild „in Bewegung setzen“.

Für Tieraufnahmen in der freien Natur wäre sicher eine Brennweite von 500 mm oder mehr die beste Wahl. Da diese Linsen aber erstens unerschwinglich für einen Hobbyfotografen sind und zweitens einen Lastenträger erfordern (und das ist wiederum auch unerschwinglich) habe ich mich als Kompromiss für ein Tamron SP70 – 300 Di VC USD / 4 – 5,6 entschieden und bin damit recht zufrieden.

Abgerundet wird das fotografische Inventar von zwei Manfrotto – Stativen, einem leichten Reisestativ 732CY + Kugelkopf 484R und einem deutlich stabileren 055 CX PRO4 mit Kugelkopf MH055 MO-Q2 (beides Carbon-stative), Blitzlicht Speedlite 430 EX II, Polfilter, Zwischenringen und einem Studioleuchtenset mit 2000W Dauerlicht.

Mit dieser Ausrüstung habe ich viele tausend Bilder gemacht. Mit den meisten war ich auch recht zufrieden. Mit der Erfahrung steigt auch die Ausbeute an guten Bildern.

Die Archivierung und Bearbeitung der Bilder habe ich einige Jahre lang mit Adobe Photoshop Elements gemacht. Seit ich mit der EOS 450D fotografiere, nehme ich die meisten Bilder im RAW-Format auf. Damit hat man einfach deutlich bessere Möglichkeiten bei der Nachbearbeitung eines Bildes. Da das im Elements nicht besonders schön geht, habe ich mich 2009 für Adobe Lightroom entschieden. Damit bin ich sehr zufrieden. Nachbearbeitung auf Pixelebene oder mit Ebenen vermeide ich ohnehin weitestgehend.

Nach fünf Jahren mit der EOS 450D wollte ich mir 2013 gern etwas Neues gönnen. Lange Zeit war ich neugierig auf Canons nächste „zweistellige“ Kamera. Leider lies die lange auf sich warten. Auf Grund einiger persönlicher Ereignisse wollte ich die Entscheidung zur Neuanschaffung im April 2013 treffen. Deshalb habe ich mich für die EOS 6D mit Objektiv 24 – 105 / 4L IS entschieden. Der Qualitätssprung war schon sehr deutlich. Der große Sensor hat u.a. bezüglich der Lichtempfindlichkeit große Vorteile. Auch die “Freistellfunktion” durch die geringe Schärfentiefe bringt Motive sehr gut zur Geltung. Damit sind viele schöne Bilder gelungen.

2019 habe ich meine Fotoausrüstung durch die spiegellose Systemkamera EOS M5 von Canon erweitert. Einerseits reduzierte sich damit das Gewicht für ausgedehnte Wanderungen bei trotzdem guter Bildqualität, andererseits verschaffte mir der Cropfaktor der Kamera indirekt etwas mehr Brennweite, die für Tieraufnahmen recht praktisch ist.

Die EOS 6D bleibt natürlich weiterhin im Einsatz, die 450D hatte ich vor geraumer Zeit verkauft.